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RDKS

Was ist RDKS?

RDKS steht für “Reifendruckkontrollsystem”. Im Englischen wird der Begriff TPMS (Tyre Pressure Monitoring System) gebraucht. RDKS kontrollieren automatisch den Druck der Reifen und warnen vor Abweichungen. Je nach eingesetztem System werden die Daten direkt im Cockpit angezeigt, oder eine Warnleuchte weist auf falschen Druck hin.

Der richtige Reifendruck optimiert die Bremsleistung Ihres Pkw. Schon 0,5 bar zu wenig kann den Bremsweg besonders auf nasser Fahrbahn um rund zehn Prozent verlängern. Das Reifendruckkontrollsystem informiert Sie rechtzeitig über Abweichungen vom Optimal-Wert.

Rechtliche Informationen
  • Laut EU-Verordnung müssen seit dem 01. November 2014 alle neu zugelassenen Fahrzeuge der Klasse M1/M1G (=PKW und SUVs) mit einem Reifendruckkontrollsystem ausgestattet sein.
  • Es sind sowohl direkte als auch indirekte Systeme zugelassen.
  • Die Systeme müssen die Vorgaben und Bedingungen der ECE-R64 erfüllen, weshalb sowohl Original- als auch Nachrüstsensoren eingebaut werden können.

Vorteile von RDKS

Mehr Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer durch optimalen Reifenluftdruck (Bremswege, Reifenplatzer, Kurvenstabilität).
  • Kein höherer Spritverbrauch aufgrund falschen Reifendrucks
  • Reduzierung von Reifenverschleiß aufgrund perfekten Reifendrucks
  • Minimierung des COAusstoßes bei jedem Fahrzeug
  • Druckverlust im Reifen wird umgehend angezeigt und ein Mangel kann rechtzeitig behoben werden
  • Luftdruck muss nicht mehr so häufig geprüft werden

Grundsätzliches zu RDKS

Man unterscheidet zwischen indirekt und direkt messende RDKS:
  • Indirekt messende RDKS (passive Systeme) verwenden z.B. ABS-Sensoren bzw. Raddrehzahlen als Grundlage zur Feststellung eines Reifendruckverlustes. Unterscheiden sich die Daten einzelner Räder voneinander über eine gewisse Toleranz hinaus, so wird eine Warnmeldung ausgelöst.
  • Direkt messende RDKS (aktive Systeme) besitzen einen Sensor, der direkt im Rad montiert ist und der je nach Funktionalität Reifendruck und Temperatur misst. Bei Veränderungen außerhalb des Toleranzbereichs wird eine Warnmeldung ausgelöst.

Was ist bei der Umrüstung auf Sonderräder zu beachten?

Bei der Umrüstung auf Sonderräder ist ein geeigneter Reifendrucksensor erforderlich, wenn:
  • Sie ein Fahrzeug besitzen, auf das o.g. EU-Verordnung aufgrund des Baujahres zutrifft UND das Fahrzeug mit einem direkt messenden RDKS ausgestattet ist
Hierbei ist unerheblich, ob ein Original-Sensor des Fahrzeugherstellers oder ein geeignetes Ersatzsensorsystem zum Einsatz kommt.

Für Fahrzeuge, die nicht unter die EU-Verordnung fallen bzw. die mit einem indirekt messenden System ausgestattet sind, gibt es hinsichtlich eines RDKS keine Änderungen zur bisherigen Gesetzeslage.

Was ist in meinem Fahrzeug verbaut und wie findes ich es heraus?

Wirklich zurverlässige Informationen darüber, in welchen Fahrzeugen RDKS-Sensoren verbaut sind, gibt es leider nicht. 

Ein Blick auf das Armaturenbrett Ihres Fahrzeuges kann Ihnen einen Hinweis geben, ob Ihr Fahrzeug mit einem Reifendruckkontrollsystem ausgestattet ist. Wenn Sie ein direkt messendes System haben, können Sie in der Regel über den Bordcomputer den Luftruck der Reifen abrufen. Der aktuelle Reifendruck wird für jeden Reifen in bar oder kilopascal angezeigt.

Sollten Sie immer noch unschlüssig sein, wenden Sie sich bitte vertrauensvoll an Ihren Fahrzeughändler oder Ihre Fachwerkstatt.

Wie erkennt mein Fahrzeug die RDKS-Sensoren?

Es gibt drei Arten des Anlernens/Programmierens eines RDKS-Sensors (abhängig vom Fahrzeug):
  • Selbstanlernen des Fahrzeugs: Während einer je nach Fahrzeughersteller unterschiedlich lang andauernden Fahrt bei einem Tempo zwischen 35-100 km/h (je nach Herstellervorgabe) erkennt das Fahrzeug den Sensor automatisch, sodass die Warnleuchte selbständig erlischt.
  • Manuelles Anlernen durch den Fahrzeughalter über das Fahrzeugmenü: Vorgegebener Prozess, der dem Fahrzeughandbuch zu entnehmen ist.
  • Anlernen über bestimmte Programmierungs-/Diagnose-Werkzeuge: Die Sensoren werden durch einen Verbindungsaufbau zwischen dem Programmier-Werkzeug und der OBDII Schnittstelle (= On Board Diagnose Schnittstelle) angelernt. Diese Schnittstelle wird z.B. auch bei der Problemdiagnose bei Leuchten der Warnlampen genutzt. Dies ist in der Regel nur in einer Fachwerkstatt mit geeignetem Diagnosegerät möglich.

Was passiert, wenn mein RKDS nicht einwandfrei funktioniert?

Wird im Display des Fahrzeugs ein Warnsignal angezeigt, sollte umgehend eine Fachwerkstatt aufgesucht werden, da entweder das RDKS nicht funktionsfähig ist oder ein Luftdruckverlust vorliegt.

Bei der Hauptuntersuchung nach § 29 StVO ist ein defektes RDKS ein geringer Mangel, welcher jedoch aufgrund seiner Sicherheitsrelevanz vom Fahrzeughalter unverzüglich behoben werden muss.



 
   

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